09.11.20 - Sonnenuntergang über dem Nebelmeer

Der 09.11.2020 brachte in den tieferen Lagen unterhalb ca. 700 m Höhe ganztags teils sehr dichten Dauernebel mit Sichtweiten rund um Eggerszell durchwegs nur zwischen 50 und 100 m. Am Vormittag lagen die Sichtweiten sogar größtenteils unter 50 Meter zwischen Eggerszell, Pilgramsberg und Hötzelsdorf. Dagegen gab es oberhalb der Nebelsuppe in höheren Lagen des Bayerischen Waldes ab rund 750 m Höhe von früh bis spät strahlenden Sonnenschein aus tief-blauem Himmel. Während die Höchstwerte im Dauernebel nur zwischen 0 und 3 °C erreichten, gab es bei ganztags Sonnenschein-pur in sehr trockener Luft in den Hochlagen maximal 9 bis 13 °C. In Eggerszell gab es tagsüber bei dichtem Dauernebel maximal bis 1,4 °C. Dagegen lagen die Temperaturen auf den höchsten Bayerwaldbergen zwischen Arber-Rachel-Dreisesselberg (über 1200 m Höhe) tagsüber bei zeitweise deutlich über +10 °C, sodass es heute in und rund um Eggerszell (zwischen 500 und 650 m Höhe) zeitweise um gut 12 °C kälter war als auf den obersten Bayerwaldbergen! Während die Höchsttemperatur am Großen Arber (1436 m) bis zu 12,6 °C erreichte, gab es in Eggerszell nur maximal 1,4 °C zu verzeichnen. Noch kälter war es an den umliegenden Höhenzügen bei Eggerszell zwischen 550 und 700 m Höhe. Dort konnte tagsüber sogar örtlich leichter Dauerfrost verzeichnet werden. Gegen Mittag waren die Bäume am 624 m hohen Pilgramsberg z.B. noch mit Raureif verziert, was für frühwinterliche Stimmungen sorgte. Es gab somit am 09. November 2020 massive Wetter- und Temperaturkontraste innerhalb Ostbayerns und dem Bayerischen Wald. Es herrschte eine umgekehrte Welt mit sehr milden Bergen und kalten nebligen Niederungen. Nur wenige Höhenmeter trennten zwei total unterschiedliche Wetterwelten voneinander.

Nachfolgende Fotos wurden am frühen Abend des 09.11.2020 oberhalb des Nebelmeeres in den Hochlagen des Vorderen Bayerwaldes (Standort Maibrunn bei St. Englmar auf ca. 870 m Höhe) aufgenommen, als gerade die Sonne wunderschön über den Nebelmassen in den Tälern unterging. Die Stimmungen waren einfach nur traumhaft und mussten in vollen Zügen genossen werden.


In tieferen Lagen unterhalb ca. 700 m Höhe herrschte am 09.11.2020 ganztags sehr dichter Nebel mit Sichtweiten teils deutlich unter 50 Meter vor. Hier ist der Blick über das Gelände der Wetterstation Eggerszell am Vormittag des 09.11.2020 bei sehr dichtem Nebel zu sehen:



Dagegen befand man sich oberhalb 700 m Höhe auf den Hochlagen in einer komplett anderen Welt! Von früh bis spät gab es dort auf den Höhenlagen nämlich Sonnenschein-pur bei wolkenlosem tief-blauem Himmel. Hier ist der Blick von Maibrunn (bei St. Englmar) nach Osten auf den 1049 m hohen Pröller zu sehen. Rechts im Bild sind Predigtstuhl (1024 m) und Knogl (1056 m) am Kammbereich des Vorderen Bayerwaldes zu sehen:



Blick von Maibrunn (840 m) nach Südosten auf die umliegenden Höhenzüge des Vorderen Bayerwaldes mit Hirschenstein (1095 m), Kapellenberg (880 m) und Schopf (925 m). In den tieferen Lagen unterhalb 700 m Höhe hängt der dichte Nebel herum:



Blick über die Hochfläche in Maibrunn nach Nordosten zum nordwestlichen Teil des Vorderen Bayerwald-Hauptkammes. Links im Bild ist die 979 m hohe Käsplatte und rechts der Bergkamm des 1049 m hohen Pröller zu sehen. Zwischen Käsplatte und Pröller sieht man die kleine Ortschaft Ahornwies auf über 900 m Höhe:



Mit Blick nach Süden und Südwesten hatte man von Maibrunn (840-890 m ü. NN) einen herrlichen Blick auf das unendlich scheinende Nebelmeer in den tieferen Lagen:



Blick von Norden über die Ortschaft Maibrunn bei St. Englmar nach Süden bei traumhaft-sonnigem Spätherbstwetter. Im Hintergrund sind Hirschenstein (1095 m) und Schopf (925 m) zu sehen:



Blick etwas unterhalb des Pfarrerberges aus rund 870 m Höhe nach Süden:



Mit Blick nach Westen schaute auf der Wiesenfeldener Hochfläche/Falkensteiner Vorwald (550-750 m ü. NN) nur noch die höchste Erhebung und zwar das fast 750 m hohe Büscherl bei Wiesenfelden wie eine Insel aus dem Nebelmeer heraus. Die Ortschaft Eggerszell befindet hier im Bild im Vordergrund deutlich unterhalb des Nebelmeers:



Die tief stehende Abendsonne sorgte dafür, dass die Südwesthänge in schöne herbstliche Farben getaucht wurden:



Nun genoss ich den nahenden Sonnenuntergang über dem Nebelmeer in vollen Zügen. Die Stimmungen waren einfach nur ein Traum:



Blick auf das Nebelmeer in den Tälern des Vorderen Bayerwaldes und des östlichen Donautals. In der Bildmitte im Hintergrund schießt die Dampfsäule des Kernkraftwerk Isar/Ohu über die Nebeldecke hindurch:



Traumhafter Sonnenuntergang über dem Nebelmeer im Vorderen Bayerischen Wald:



Fantastische Stimmungen konnte man am Abend des 09.11.2020 oberhalb der Nebelsuppe in den Hochlagen des Bayerwaldes wie hier in Maibrunn genießen:





Diesen gigantischen Blick auf das Nebelmeer bei untergehender Sonne hatte man am 09. November 2020 in den Hochlagen des Vorderen Bayerwaldes:



Blick auf das unendlich erscheinende Nebelmeer in den Niederungen, in der Bildmitte die Dampfsäulen des Kernkraftwerkes Ohu bei Landshut:



Desto näher der Sonnenuntergang rückte, desto grandioser wurden die Farben und die Stimmungen:





Eine Abendstimmung zum Träumen…



Die letzten Sonnenstrahlen sorgten für wunderschöne Farben an der Nebelobergrenze:



Während unten in den Niederungen wie etwa im Bereich der Wetterstation Eggerszell den ganzen Tag über sehr dichter nässender Nebel bei nur maximal +1 °C herrschte, gab es in höheren Lagen oberhalb 700-750 m Höhe ganztags strahlenden Sonnenschein bei teilweise an die 10 °C. In den umliegenden Höhenzügen von Eggerszell gab es lokal sogar leichten Dauerfrost mit Raureif. Die Luft war oberhalb der Nebelsuppe sehr klar und es gab wolkenlosen Himmel, sodass man perfekte Sicht auf das Nebelmeer in den Tallagen hatte:



Bald näherten wir uns dem grandiosem Finale…



Die Sonnenkugel verschwand allmählich am Horizont:





Noch besser hätte der Tag wettertechnisch in den Hochlagen nicht enden können:





Bald war der grandiose Sonnenuntergang an diesem Tag nun vollbracht:







Schließlich verschwand die Sonne komplett am Horizont:



Auch nach Sonnenuntergang waren weiterhin herrliche Stimmungen über dem Nebelmeer in sehr klarer Luft zu bestaunen: